Die refugee-conference

Die Konferenz richtet sich an alle interessierten Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Der Alltag von Geflüchteten ist meist von Stress geprägt. Im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung gibt es oft Vorurteile. In einer Zeit, in der Rassismus und Hetze gegen Geflüchtete stärker werden, scheint es immer schwieriger solche Hürden zu überwinden. Mit unserer Konferenz wollen wir Lösungswege und Strategien entwickeln, wie wir diese Probleme gemeinsam bewältigen.

Mit einem breiten inhaltlichen Angebot werden globale Zusammenhänge von Flucht und Migration genauso beleuchtet, wie Handlungsmöglichkeiten vor Ort aufgezeigt. Gleichzeitig wird die aktuelle Gesetzeslage und rechtliche Rahmenbedingungen vermittelt. Außerdem gibt es partizipative, kulturelle Workshops und Angebote speziell für Frauen. Es gibt aber auch Freiraum zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung.
Ziel der Konferenz ist es, Geflüchteten neue Kraft zu geben und gemeinsam den Stress, dem sie permanent ausgesetzt sind, zu reduzieren.

Kennenlernen fördern

Der Sommer ist eine Zeit, in der in Deutschland viel passiert.

Die Einwohner_innen genießen die Sonne, halten sich wieder mehr im Freien auf und treffen sich außer Haus. So werden neue Kommunikationsräume eröffnet. Das bietet vielfältige Gelegenheiten, unter anderem für Geflüchtete, neue Nachbar_innen kennen zu lernen und sich gemeinsam Strategien für ein schönes Zusammenleben zu erdenken.

Aus diesem Grund planen NO_STRESS-TEAM mit anderen Organisationen als internationale Netzwerke für Emanzipation und der Inklusion von Geflüchteten, eine  „No Stress Tour“ refgees-conference  welches diesen Sommer von 08.09. bis 10.09 September 2017 stattfinden soll.

Stress und Vorurteile abbauen

Ziel ist es, Geflüchtete und andere Einwohner_innen der Stadt näher zu bringen und sie mit Blick auf die aktuelle sehr komplexe Asylpolitik zu unterstützen. Trotz der Bereitschaft der Geflüchteten, sich den anderen Einwohner_innen zu öffnen und dieser wiederum, auf Geflüchtete zu zugehen, haben wir festgestellt, dass beide Seiten Hürden überwinden müssen, welche auf angstschürenden Informationen beruhen.

„Flüchtlinge sind Vergewaltiger, Selbstmordattentäter oder einfach Unerwünschte.“ – diese Meinung, die sich auf Einzelfällen stützt und wahltaktisch genutzt wird, prägt die öffentliche Meinung und verursacht Despotismus bei den Einen und Stress bei den Anderen.

Die „No Stress Tour“ wird in erster Linie von Personen durchgeführt, die dadurch, dass sie selber Geflüchtete oder europäische Bürger_innen sind, selbst direkt oder indirekt von den Verbesserungen, welche das Projekt bringt, profitieren.

Die „No Stress Tour“ ermöglicht durch ihre Flexibilität den Austausch von Geflüchteten und anderen Einwohner_innen der Bezirke und sensibilisiert Menschen für Themen wie die kontroverse Asylpolitik, mit besonderem Blick auf die Emanzipation von Frauen und Kindern.

Um unser Ziel zu erreichen, organisieren wir  mit diversen Aktivitäten in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in Bielefeld und außerhalb durchgeführt werden.

Eingeladen sind insbesondere Geflüchtete, Einwohner_innen der Bezirke, Ärzt_innen und Rechtsanwält_innen für Geflüchtete, Bürgermeister_innen, sozial aktive Gruppen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Wenngleich dieses Projekt den Einwohner_innen der Bezirke näher bringen möchte, „wer die Flüchtlinge sind“ und den Geflüchteten praktisch zeigen möchte, dass sie in ihren Rechten unterstützt werden, liegt ein besonderer Fokus auf der Unterstützung und Stärkung von Frauen und Kindern.

Wir denken, dass dieses Projekt aufgrund der Beteiligung von den Betroffenen selbst, das heißt von Geflüchteten und lokalen Bewohner_innen, besonders erfolgsversprechend ist.

 

–> Geplanter Ablauf eines Wochenendes der „No Stress Tour“:

Veranstaltungen und Workshop – Zeiten, Themen, Orte, ReferentInnen und Kontakt Freitag: 19 – 21.30

Podiumsdiskussion „ Was tun gegen Abschiebung und Rassismus?“

  • Raum: Audimax
  • Sprachen: deutsch, englisch, französisch, persisch, arabisch (z.T. als Flüsterübersetzung im Raum)
  • ReferentInnen:
    • Toure, No stress Team Bielefeld
    • Tresor, No Stress Team Berlin/ Voix des Migrant
    • Yaqoob, Afghanistan Aktionsgruppe Bielefeld
    • Maryam ; afgh. Iranische Frauengruppe Bielefeld
    • Sanjay; Theatergruppe Bielefeld
    • Moderation: Nagihan und Kathrin, AK Asyl Bielefeld

Die angegebenen Sprachen sind gewährleistet, weiteren Übersetzungsbedarf für die konkreten Workshops möglichst schon bei der Anmeldung/ Infotisch angeben, dann wird geguckt, ob dies machbar ist.

Samstag:

Phase 1: Samstag 10-12 Uhr

  • Frauenrechte für geflüchtete Frauen Deutschland
    • Raum: U2-222
    • Sprachen: persisch, deutsch
    • Mit Kinderraum U2-223
  • Integration in die deutsche Gesellschaft, was bedeutet das?
    • Raum: U2 240
    • Sprachen: französisch, deutsch
    • Referent: Toure Moussa
  • Fluchtursachen und Globalisierung:.
    • Raum: U2-217
    • Sprachen: englisch, deutsch, (französisch)
    • Referent: sunny Omwenyeke
  • Was braucht es für eine gelingende Teilhabe an der deutschen Gesellschaft?
    • Raum: U2-208
    • Sprachen: französisch, deutsch
    • Referentin: Patrick Njoh
  • Trommelworkshop
    • Raum:U2-119
    • Sprachen: Weltsprache trommeln….
    • Referentin: Ali Hamalatif

Phase 2: 14 -16 Uhr

  • Frauengruppe: Veranstaltung im künstlerischen Bereich, Gedichte, Musik, Bilder
    • Raum: U2-222
    • Sprachen: deutsch, persisch
    • Mit Kinderraum: U2-223
  • Gesetzesverschärfung
    • Raum: U2-240
    • Sprachen: deutsch, englisch
    • Referentin: Özkan Aksoy
  • Einsatz von Theater bei Demos ( 14-18 Uhr)
    • Theaterraum
    • für Afghanistan Aktionsgruppe, Interessierte an Gruppe sind willkommen
    • Sprachen: deutsch, persisch
    • Referent: Sanjay Kumar
  • Besserungen lokal erkämpfen?!?
    • Raum: U2-217
    • Sprachen: englisch, deutsch,

Phase 3: 16 – 18 Uhr

  • Organisation (Aktionen, Verein, Projekte usw.)
    • Raum: U2-240
    • Sprachen: deutsch, englisch
    • Referentin: Michael
  • Warum ist die Ferne so nah und die Wahrnehmung so getrübt?
    • Raum: U2-208
    • Sprachen: französich, deutsch
    • Referentin: Patrick Njoh
  • Einschränkung des Familiennachzug, Jugendliche ohne Grenzen einladen
    • Raum: U2-217
    • Sprachen: deutsch, arabisch
    • Referentin: Nagihan Pehlivan

 

  • Situation in Balutschistan
    • Raum: U2-240
    • Sprachen: deutsch, englisch
    • Referentin: Shar

Sonntag:

World Cafe und Abschlussrunde:

    • Raum: Audi Max

Wenngleich dieses Projekt den Einwohner_innen der Bezirke näher bringen möchte, „wer die Flüchtlinge sind“ und den Geflüchteten praktisch zeigen möchte, dass sie in ihren Rechten unterstützt werden, liegt ein besonderer Fokus auf der Unterstützung und Stärkung von Frauen und Kindern.

Wir denken, dass dieses Projekt aufgrund der Beteiligung von den Betroffenen selbst, das heißt von Geflüchteten und lokalen Bewohner_innen, besonders erfolgsversprechend ist.